Einweihung des Kallenbachradweges und der Mineralbrunnen in Obershausen

Am vergangenen Freitag, 20. Oktober 2017, wurde der Kallenbachradweg von Obershausen nach Nenderoth offiziell eingeweiht und in diesem Zuge auch die drei Brunnenanlagen Quelle in der Huber, Ködinger Quelle und Bismarck Quelle.

Treffpunkt war die Quelle in der Huber auf Obershäuser Gebiet. Bürgermeister Dr. Frank Schmidt begrüßte alle geladenen Gäste und berichtete, dass die ersten Planungen für den Radweg bereits 2009 begonnen haben. Die Arbeiten waren nicht ganz einfach, aufgrund der strengen Auflagen durch das Naturschutzgebiet (FFH Gebiet). Der Kompromiss war einen Teil des Weges mit einer wassergebundenen Decke und den Rest mit Asphalt zu erneuern. Die Endkosten betrugen 545.000 EUR und die geplanten Kosten wurden somit um über 100.000 EUR unterschritten. Ca. 300.000 EUR Zuschuss gab es vom Land Hessen. Die Gemeinde Greifenstein beteiligte sich mit 45.000 EUR.

Neben den strengen Auflagen aufgrund des Naturschutzgebietes, war eine weitere Herausforderung die Wasserführung aufgrund der Hanglage. Dafür wurden Gräben angelegt, um das Wasser aufzufangen, so dass nicht das herabfließende Wasser auf den Weg gelangt.

Der neue Rad- und Wanderweg stellt eine tolle Verbindung zwischen dem Lahntalradweg und dem Westerwaldradweg dar und führt bis nach Nenderoth. Aktuell fehlt nur noch das Stück zwischen Niedershausen und Obershausen, allerdings muss dazu der Weg umgelegt werden und daher wird die Planung und Umsetzung etwas aufwendiger werden.

Die Verbindung wird sehr gerne touristisch genutzt und soll auch für die Einheimischen eine attraktive Freizeitgestaltungsmöglichkeit sein. Nach dem 1. Sauerbornbrunnen in Löhnberg, über den Minigolfplatz mit Kunstrasen, dem geplanten Tipidorf und dem neuen Spielplatz in Niedershausen bietet Obershausen nun einen tollen Rad - und Wanderweg, der mit seinen drei angeschlossenen Brunnen zu einem Ausflug einlädt.

Bereits um 1900 gab es Planungen für ein Kurbad in Obershausen, welche letztendlich nie realisiert wurden. Grund dafür waren genau diese drei Heil- und Mineralquellen. Das Wasser ist sehr mineralstoffreich und schon damals wurde das Wasser untersucht und ihm heilende Wirkung zugesprochen.

Im Zuge der Reaktivierung der drei Brunnen wurden diese mit Pumpen versehen und haben Dächer bekommen, sowie Sitzgelegenheiten. Alle drei Brunnen haben völlig unterschiedliche Mineralienzusammensetzungen und die Gäste hatten alle die Möglichkeit, sich davon zu überzeugen.

Die Kosten für die Brunnen betrugen 110.000 EUR, wovon 10.000 EUR die Jagdgenossenschaft und 60.000 EUR durch eine Leader-Förderung getragen wurden.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Greifenstein, wobei die Gemeinde Löhnberg federführend war, realisiert. Sowohl Bürgermeister Schmidt als auch Bürgermeister Martin Kröckel aus Greifenstein lobten die gute Zusammenarbeit. Kröckel selbst nutzt den Kallenbachradweg regelmäßig und erwähnte die tolle Verbindung zum R7 und R8 und den Rundweg über den Ulmtalradweg.

Auch der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung fand passende Worte zu dem gelungenen Projekt. Die Umsetzung sei, aufgrund des schutzbedürftigen FFH-Gebiets (Natur- und Vogelschutzgebietes), nicht einfach gewesen.

Zu guter Letzt sprach Pfarrer Achim Schaad dem Radweg und den drei Brunnen Gottes Segen.

Im Anschluss hatten alle Gäste die Möglichkeit, das Wasser der Quelle in der Huber, der Ködinger Quelle und, zum Abschluss, der Bismarck Quelle zu testen.

Dort war die offizielle Einweihung des Radweges und es wurde ein kleiner Umtrunk und Imbiss gereicht.

Wir möchten uns noch einmal recht herzlich im Namen aller Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und das gelungene Ergebnis bedanken und freuen uns auf rege Nutzung des Weges und der Brunnenanlagen.

 

Offizielle Einweihung durch Thomas Zipp (Vorsitzender der Gemeindevertretung Löhnberg), Bürgermeister Dr. Frank Schmidt, dem Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Jung, Bürgermeister Martin Kröckel und Werner Spies (Vorsitzender der Gemeindevertretung Greifenstein) (v. l.)