Partnergemeinde Ostermundigen (Schweiz)
Zwischen Ostermundigen, einem Vorort der schweizerischen Hauptstadt Bern, und unserer Gemeinde Löhnberg bahnte sich bereits 1979 eine Partnerschaft an. Sie begann mit der offiziellen Partnerschaftsfeier am 17. November 1979. Die Partnerschaftsurkunde wurde am 05. September 1980 in Ostermundigen im Restaurante „Tell“ unterzeichnet.

Hier noch etwas Geschichtliches zu Ostermundigen: Den Ortsnamen „Ostermundigen“ findet man erstmals in einer Urkunde über einen Zehntstreit mit der Kirche Muri aus dem Jahr 1239. Von hier an wird der Name Ostermundigen in vielen Urkunden festgehalten. Es wird angenommen, dass es sich bei dem Namen „Ostermundigen“ ursprünglich um die Bezeichnung eines germanischen Sippenoberhauptes namens „Ostermund“gehandelt haben muss. „Ostermund“ ist ein in den älteren deutschen Sprachquellen bezeugter Männername. In früherer Zeit wurden die Familien und Sippen nach ihrem Oberhaupt benannt. Mit einer Nachsilbe -inga / -ingung drückte man die Zugehörigkeit aus. So hieß „Ostermundinga“: die Leute des Ostermund.
Das Gebiet von Ostermundigen besitzt eigentlich keine große Geschichte und man weiß wenig über seine frühere Zeit. Aus dem Jahre 1653 ist bekannt, dass Ostermundigen auch die Scharen der aufständischen Bauern gesehen hat. Sie lagerten 30.000 Mann stark auf dem nahen Murifeld und in Ostermundigen, um von hier aus mit der bernischen Obrigkeit in Verhandlungen zu treten.
Im Jahre 1798 hat die Gemeinde Ostermundigen den Untergang des alten Bern miterlebt, als die geschlagenen Landstürmler vom Grauholz her zurückfluteten und die nachfolgenden französischen Truppen in die Höfe und Dorfschaften der Gemeinde eindrangen.
Neben diesen historischen Ereignissen ist die Ortschaft jedoch hauptsächlich durch die Sandsteinbrüche am Ostermundigenberg bekannt geworden. Dieses Material wurde zum Bau des Münsters, des Rathauses, der Heiliggeistkirche und vielen anderen Gebäuden in der Stadt Bern verwendet.
Sandsteinbrüche
Ostermundigen ist erst seit dem 1. Januar 1983 eine selbstständige Einwohnergemeinde. Bis 1982 gehörte Ostermundigen der Einwohnergemeinde Bolligen an, die aus Bolligen, Ittigen und Ostermundigen bestand. 1836 war Ostermundigen bevölkerungsmäßig noch die kleinste Gemeinde in dieser Großgemeinde, 1930 jedoch bereits die größte. Dass Ostermundigen einst ein schönes Berner Bauerndorf gewesen ist, beweist das Ostermundiger Bauernhaus im Freilichtmuseum Ballenberg.

Die Industrialisierung bewirkte den Rückgang der Landwirtschaft. Der nahe Arbeitsort Bern ließ viele Wohnhäuser entstehen und in den letzten Jahren verstädterte Ostermundigen zusehends.
Blick vom Hättenberg
Verkehrsmäßig ist Ostermundigen sehr günstig gelegen, dies vor allem durch die Busverbindung mit der Stadt Bern sowie den Nachbargemeinden Bolligen und Muri und die unmittelbare Nachbarschaft zu den Autobahnen Richtung Zürich, Basel, Luzern, Berner Oberland und Westschweiz. Der Standort an den Eisenbahnlinien Bern - Luzern und Bern - Thun trägt zur guten Verkehrs- und Wohnlage bei.
Partnerschaft zwischen den Evangelischen Kirchengemeinden Obershausen und Niedershausen in Hessen und der Evangelischen Kirchengemeinde Auleben in Thüringen
Erinnerungen an eine bewegte Zeit
Angefangen hat alles Mitte der fünfziger Jahre, nachweislich 1958.
Wie viele Gemeinden in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) schickten auch die Niedershäuser und Obershäuser Pakete an bedürftige Gemeindeglieder und kirchliche Mitarbeiter einer Gemeinde in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Die Frauenhilfen organisierten die Paketsendungen in das thüringische Auleben. Was damals noch „Patengemeinde“ hieß, wurde im Laufe der Jahre zur „Partnergemeinde“ und ist schon längst zu einer guten Beziehung unter Freunden geworden.
Willkommen im „Europadorf Auleben“
Das Europadorf Auleben, am Rande der „Goldenen Aue“ gelegen, von Harz, Kyffhäusergebirge und Windleite umgeben, ist durch die zentrale Lage auch ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge.
Der Ortsname Auleben hat ursprünglich mit der Landschaft gar nichts zu tun, sondern leitet sich von „leibe“ (Erbe) und dem Namen „Awes“ ab, aus „Awes Erbe“ wurde später der nahe liegende Name Auleben.
Die Ersterwähnung von „Awanleiba“ fndet sich in den Büchern des Klosters Fulda und lässt sich auf ein Alter von ca. 1200 Jahre schließen.
In erster Linie war Auleben natürlich ein Bauerndorf und die fruchtbare Auelandschaft belegt dies noch heute. Prägend für das Dorfbild sind herrschaftliche Familiensitze, darunter auch das Schloss derer „von Dacheröden“. Wilhelm von Humboldt lebte hier nach der Hochzeit mit Caroline von Dacheröden für ein Jahr auf dem Schloss der Schwiegereltern. Später, als er sich längst einen Namen als Philosoph, Sprachforscher und preußischer Staatsmann gemacht hatte, erinnerte er sich gern an die Zeit in Auleben zurück, wie Briefe beweisen.
1993 zum „Europadorf“ Thüringens erklärt, zeichnet es sich durch seinen historischen denkmalgeschützten Ortskern aus. Es laden mehrere Hintersättler-, Bergarbeiter- und Herrenhäuser sowie Rittergüter und das Schloss zu einer ausgedehnten Ortsbesichtigung ein. Zu besichtigen ist außerdem das größte zusammenhängende Hügelgräberfeld Nordthüringens, ein geschütztes Bodendenkmal mit ca. 200 Gräbern aus der Jungstein- und Bronzezeit.
