Sanierung der Laneburg – Gutachten offenbart gravierende Schäden an Fassade und Mauerkronen

 

Schon seit Jahren steht fest, dass an der Laneburg ein enormer Sanierungsbedarf besteht. Das wurde nun durch ein Gutachten von dem Architekturbüro Ritz & Losacker bestätigt. Mithilfe eines Drohnenfluges und mehreren Ortsbegehungen wurden die entsprechenden Schadstellen ermittelt. An den Mauerkronen wurden Risse, Abplatzungen sowie Ausbrüche, Bewuchs sowie Fehlstellen mit geschädigtem Mauerwerk festgestellt. Die Außenwände weisen Schadstellen in Form von Rissen, Abplatzungen sowie Ausbrüchen, Bewuchs, muschelartige Putzabbrüche und Korrosion vorhandener Balkenanker auf.

Die immer weiter fortschreitenden Schädigungen sind enorm und bildlich in den letzten Monaten dokumentiert worden. Aus diesem Grund empfiehlt der Gutachter eine zeitnahe Ersatzmaßnahme zum Schutz der alten Gemäuer.

Fazit des Gutachtens:

Das denkmalgeschützte Kulturgut der Schlossruine „Laneburg“ weist eindeutig Bauschäden auf. Die Baumaßnahmen zum Schutz der Außenwände, die zwischen 1999 und 2001 durchgeführt wurden, haben das Ende ihrer Leistungsfähigkeit erreicht.  Die Mörtelschlämme, die zum Schutz der Mauerkronen aufgebracht wurde, sind nicht mehr funktionsfähig. Der Putzmörtel an den Außenwänden ist geschädigt und in Teilen abgängig. Durch lose (nicht lagegesicherte Steine) und herabfallenden Putzmörtel besteht eine unmittelbare Gefahr in den darunterliegenden Arealen (Straße und Bahnlinie). Die Verkehrssicherheit dieses Areals ist eigentümerseitig, in Absprache mit der Denkmalbehörde, sicherzustellen.

„Es ist nicht die Frage, ob etwas herunterfällt, sondern nur die Frage wann“, so Architekt Matthias Losacker.

 

                                   Laneburg vor dem Brand von 1900 mit dem ursprünglichen Dach

Das Gutachten wird nun an die Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Denkmalpflege weitergeleitet, um die Sanierung entsprechend abzustimmen. Die Pläne sehen vor, das Dach möglichst originalgetreu, wie vor dem Brand von 1900, nachempfunden werden soll. Danach ist ein historisches Mansardendach im Barocken Stil geplant. Dieses „neue“ Dach soll die Burg vor Wassereinfall schützen, das aktuelle Glasdach ist schon lange nicht mehr dicht. Zudem ist in Teilen der Burg keine Heizung, so dass die Räumlichkeiten, vor allem der Rittersaal, nur in den Sommermonaten vermietet werden können. Im Zuge der Sanierungsarbeiten soll die Burg daher zusätzlich an die Fernwärme angeschlossen werden.

Die Gemeinde Löhnberg bzw. die Wohnungsbaugesellschaft, die Eigentümer der Laneburg ist, hat bereits im Nachtragshaushalt 2017 drei Millionen Euro vom Land für die Sanierung verbucht.