Eröffnung einer neuen Kunstausstellung in der Cafeteria des Mehrgenerationenhauses Kunstprojekt der Hephata Diakonie aus Limburg  

Im Rahmen eines Kunstprojekts der Hephata Diakonie Region Süd - Flexible Hilfen Limburg - erhielten Menschen mit Migrationshintergrund die Möglichkeit, sich künstlerisch auszuprobieren. Anstoß war ein junger, begabter Klient der Hephata, der ein Medium suchte, um sich auszudrücken und so die Malerei für sich entdeckte. Daraus entstand die Idee, ein Projekt anzubieten. Marcel Unkelbach, Teamleitung Flexible Hilfen Limburg, ging daraufhin auf die Suche nach einer Künstlerin, die dieses Projekt unterstützen könnte und wurde fündig. Die studierte Künstlerin Birgit Kursikowski begleitet seither das Projekt. Seit April 2017 findet dieses wöchentlich, immer donnerstags von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Seit dieser Zeit ist eine Vielzahl an beeindruckenden Bildern entstanden. Diese wurden bereits auf den Festtagen der Hephata 2017 präsentiert.

Anfangs waren es zwischen acht und zehn Jugendliche, die das Angebot in Anspruch nahmen. Alle hatten unterschiedliche Vorkenntnisse und so holte Frau Kursikowski alle Künstler da ab, wo sie standen. Neben dem Erlernen der verschiedenen Techniken standen auch einzelne Stilrichtungen, sowie Epochen der Kunst, im Vordergrund. Aktuell sind es nicht ganz so viele Teilnehmer, weil einige zwischenzeitlich in Ausbildungen sind. Erfreulicherweise erhielt der begabte Jugendliche, der Anstoß des gesamten Projektes war, zwischenzeitlich sogar ein Kunststipendium, weil er außerordentlich talentiert ist.

Bürgermeister Dr. Frank Schmidt zeigte sich beeindruckt von dem Können der Künstler. Es sei faszinierend, weil die Kunst nichts mit der Herkunft zu tun habe. „Kunst versteht jeder, egal welche Sprache man spricht", so Schmidt. Die Bilder zeigen z.T. düstere Erlebnisse (z.B. von der Flucht) sowie Ängste, aber auch Sehnsüchte, Wünsche und Hoffnungen. All dies zeige, dass man durch die Kunst auch Wege finden könne, das Erlebte zu verarbeiten. Auf jeden Fall sei es eine Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, auch ohne die gleiche Sprache zu sprechen. Gerade die Cafeteria im MGH sei ein toller Ort, um Bilder zu präsentieren, da alle Altersstufen Zugang haben. Angefangen von den Kindergartenkindern, über die Schulkinder bis hin zu den Senioren, die ebenfalls den Mittagstisch in Anspruch nehmen. Es sei immer wieder erstaunlich, wie Kinder die Bilder wahrnehmen und wie klar sie dafür Worte finden, so Schmidt. Im Anschluss an seine Rede bedankte sich der Bürgermeister bei allen Beteiligten für das tolle Projekt und die Überlassung der Bilder, im Rahmen dieser tollen Ausstellung.

Die Ausstellung kann bis Mitte Oktober, während der Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses, besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenfrei. Bitte beachten Sie, dass das MGH vom 16. Juli bis einschließlich 03. August 2018 geschlossen hat. Ab Sonntag, 05. August 2018, ist die Ausstellung wieder für alle geöffnet. 

v. l. Marcel Unkelbach(Teamleitung), Ursula Seuffert (Flex-Team), eine Teilnehmerin des Projektes, Nina Seipp-Koch (Regionalleitung Süd), Bürgermeister Dr. Frank Schmidt