Ausstellung "Kinderfilme im Advent - Historische Kinoplakate 

Seit dem 10. Dezember 2017 können alle Interessierten eine tolle Ausstellung mit historischen Kinoplakaten der 50er und 60er Jahre, in der Cafeteria des Mehrgenerationenhauses, bewundern. Bereitgestellt wurden die Plakate freundlicherweise von Herrn Peter Kubaszek. Seine Eltern betrieben einige Jahre das „Schlosstheater Weilburg", wodurch eine beachtliche Sammlung an Filmplakaten der vergangenen Jahrzehnte zusammengekommen ist.

Zu der Ausstellungseröffnung waren Bürgermeister Dr. Frank Schmidt, die Eheleute Kubaszek, Thomas Zipp (Leiter des Mehrgenerationenhauses), Birgit Dauer (Archiv) und Alessandra Schmitt (Kon. Rektorin der Grundschule auf dem Falkenflug) mit Schülern und Schülerinnen einer 2. Klasse gekommen.

Bürgermeister Dr. Frank Schmidt bedankte sich für die Bereitstellung der Kinoplakate bei Herrn Kubaszek und betonte, dass es eine schöne Gelegenheit sei, diese zu präsentieren. Ein Plakat zeigt z.B. den Film „Aschenbrödel" und dieser werde immer noch jedes Jahr um die Weihnachtszeit im Fernsehen gezeigt. Aber auch „Lucky Luke", „Asterix und Obelix" oder „Bernhard und Bianca die Mäusepolizei" wecken beim Rathauschef Kindheitserinnerungen. Früher habe man Filme hauptsächlich im Kino gesehen und nicht wie heute im Fernseher. Daher seien Kinobesuche in der damaligen Zeit ein richtiges Highlight gewesen, so Schmidt.

Herr Kubaszek erinnert sich noch sehr gut an die Zeit damals, als seine Eltern das Kino betrieben haben. Ursprünglich ist die Familie aus der ehemaligen DDR gekommen. Aus diesem Grunde waren die bunten Farben und die fröhliche Gestaltung der Plakate schon damals etwas ganz Besonderes für ihn. Auf Nachfrage von Birgit Dauer hat er sich nun dazu entschieden, einen kleinen Teil seiner beachtlichen Sammlung von über 100 Plakaten auszustellen. So schön die Plakate und natürlich auch die Filme waren, so brutal seien auch viele Szenen in den Kinderfilmen gewesen, wie z.B. bei „Asterix und Obelix". Allerdings seien alle, mit mehr oder weniger vielen Blessuren, am Ende wieder aufgestanden.

Man könne sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie viel Arbeit so ein Zeichentrickfilm war. Es gab Zeichenkünstler, Reinzeichner, Kolorierer und Bildaufnahmen von jeder einzelnen Szene, die am Ende einen ganzen Film ergaben. Eine Produktion dauerte daher zwischen zwei und drei Jahren. Heutzutage ist es wesentlich einfacher einen solchen Animationsfilm herzustellen. Zudem gab es damals Plakatmaler für die großen Filmtheater. In Weilmünster z.B. die Firma Buchholz, eine ehemalige Autolackiererei, die große Plakate erstellt und bundesweit vertrieben  

Wir möchten uns recht herzlich bei Herrn Kubaszek für die Bereitstellung der Kinoplakate bedanken und freuen uns über viele Besucher der Ausstellung. Bis Ende Januar können die die Plakate, zu den üblichen Öffnungszeiten des Mehrgenerationenhauses, besichtigt werden.