Präsentation der Audiostifte für das Diorama und weitere Projekte der Präparatorin Christina Schneider im Wassermuseum Löhnberg

Am 30. November 2017 war es endlich soweit und die neuen Audiostifte für das Diorama sowie drei neue Präparate von Frau Christina Schneider wurden vorgestellt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek (Institut für Biologiedidaktik). Studenten der Universität Gießen bekamen die Aufgabenstellung, komplexe Themen in verständlicher (gesprochener) Sprache, wiederzugeben. In Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk wurden die Texte aufgenommen und nun sind diese, als Audiodateien auf den Stiften zu hören. Es gibt jeweils eine gesprochene Variante für Kinder und eine für Erwachsene.

Die Audiostifte kommen aus Amerika und werden eigentlich für die Sprachförderung verwendet. Das Löhnberger Wassermuseum ist aktuell das einzige Museum weltweit, welches mit einem solchen Audioguide ausgestattet ist. In den nächsten Jahren werden die weiteren Ausstellungsstücke im Wassermuseum mit dieser Technik nachgerüstet. Neu sind Infotafeln mit einem kurzen Text und einem Kontaktpunkt für die Stifte, welche am Diorama angebracht sind. Diese erklären mit Hilfe der Audiostifte und Kopfhörern die verschiedenen Fossilienarten. Prof. Dr. Ziemek beschrieb das Wassermuseum als „reales Spielfeld“ für die Studenten und bedankte sich bei Bürgermeister Schmidt für die gute Zusammenarbeit und gratulierte zu dem „wundervollen“ Museum.

Bürgermeister Dr. Frank Schmidt lobte ebenfalls das tolle Miteinander von Prof. Dr. Ziemek sowie Dr. Jan Bohatý (Landesamt für Denkmalpflege / Bereich Paläontologie). Dadurch habe man bereits schon sehr viel geschafft und das, obwohl das Fossilienfeld erst vor knapp drei Jahren gefunden wurde. Die Ausgrabungen starteten vor knapp zwei Jahren und umso erstaunlicher seien die einmaligen Funde und auch die Vielfalt dieser. Die Zusammenarbeit mit den Studenten habe ebenfalls viele tolle Ideen hervorgebracht, da sie oftmals einen anderen Blickwinkel auf die Dinge haben. Eine weitere Bereicherung stelle die Zusammenarbeit mit dem Fotograf Ottfried Schreiter dar. Seine beeindruckenden Naturaufnahmen tragen dazu bei, dass die Präsentation im Wassermuseum so gelungen sei. Seit kurzer Zeit ist das Wassermuseum zudem „Geo-Punkt“ des GEOPARK Westerwald-Lahn-Taunus.

Bürgermeister Schmidt bedankte sich ebenfalls bei Herrn Eckart Mascus und Herrn Bernhard Meyer vom Amt für Ländlichen Raum, Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz – Fachdienst: Landentwicklung und Denkmalschutz für die stetige Unterstützung. Zudem bei Herrn Stefan Hastrich (Vorstand der Kreissparkasse Weilburg), da die Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen einen beachtlichen Teil der Neuanschaffungen finanziert hat.

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung gratulierte Bürgermeister Schmidt für das tolle Museum. Es sei immer wieder toll, in das Wassermuseum zu kommen und zu sehen, wie die Ausstellung kontinuierlich wächst und nun sogar durch modernste Technik in Form der Audiostifte bereichert wurde. Löhnberg wurde mit in die Förderung aufgenommen, da man diese einmaligen Funde und die Präsentation dieser, unterstützen müsse.

Dr. Jan Bohatý (Landesamt für Denkmalpflege / Bereich Paläontologie) überreichte Bürgermeister Schmidt zuerst das „Jahrbuch Hessen Archäologie 2016“, in dem ein Bericht über das Fossilienfeld und die damit verbundenen Funde, veröffentlicht wurde. Auch im Jahrbuch 2015 wurde bereits darüber berichtet. Des Weiteren erschien ein Artikel über das Fossilienfeld und die Neufunde in der Ausgabe „Denkmalpflege & Kulturgeschichte“ – herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen sowie in dem Magazin „Archäologie in Deutschland“. Auch diese beiden wurden Bürgermeister Schmidt überreicht. Dr. Bohatý bedankte sich zudem in seiner Rede bei allen Beteiligten, die für die tollen Funde und die Präparation dieser, mit verantwortlich sind. Dr. Jens Schneider, Peter Müller, Jörg Habenicht und zudem noch Michael Ahrens erwähnte er dabei namentlich. Es gebe hervorragende Abdrücke der Fossilien, mit denen man wissenschaftlich arbeiten könne. Die bisher unbekannten Funde werden z.Z. an der Universität Zürich wissenschaftlich bearbeitet. Er sprach der Präparatorin Christina Schneider ein großes Lob für ihre großartige Arbeit aus, die bis ins letzte Detail perfekt umgesetzt ist. Drei große Nachbildungen von Fossilien hängen nun im Wassermuseum. 

Im Anschluss konnten die geladenen Gäste eine Bilderauswahl von Ottfried Schreiter, in Form einer Dia-Präsentation, von Löhnberg und allen Ortsteilen sowie der Flora und Fauna bestaunen. In Zukunft wird es im Wassermuseum zusätzlich fünf Holzpuzzle von ihm geben, die verschiedene Fossilienarten abbilden, um den Kindern den Zugang zu dem Thema näher zu bringen.

 

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bei allen Anwesenden für ihre Aufmerksamkeit bedanken und freuen uns auf eine weiterhin so gute Zusammenarbeit.