Löhnberger Ferienspiele 2017

"Wie kommt das Wasser in die Flasche?" 

Löhnberger Ferienspiele 2017 - Bericht Wassermuseum und Selters Mineralquelle

„Wie kommt das Wasser in die Flasche?" Dieser Frage sind am vergangenen Montag, 17. Juli 2017, elf Kinder im Zuge der Löhnberger Ferienspiele nachgegangen. Bevor allerdings die Auflösung bei Selters Mineralquelle kam, wurde die Frage über den Ursprung des Wassers geklärt. Im Wassermuseum in Löhnberg startete die Erkundungsreise des Wassers mit einer ausführlichen Erklärung durch Bürgermeister Dr. Frank Schmidt. Anhand einer Karte über die Wasserversorgung von Löhnberg zeigte er den Kindern, wie das Leitungswasser aus Tiefbrunnen in Hochbehälter gepumpt wird und wo sich die Brunnen und Hochbehälter befinden. Das Leitungswasser habe eine sehr gute Qualität, da die Kontrollen für Trinkwasser sehr streng seien. Mehrmals jährlich werden entsprechende Kontrollen durch das Institut Fresenius vorgenommen. Hier in der Region können wir überhaupt nur Mineralwasser herstellen, weil im Westerwald vor 30 Mio. Jahren Vulkane ausgebrochen sind, die bis heute Mineralien an das Wasser abgeben. 

Als die Kinder erfuhren, dass um 1900 Kinder in den Fabriken arbeiten mussten, die genauso alt waren wie sie, konnte man in viele erstaunte Gesichter blicken.

Sehr verständlich erläuterte der Bürgermeister den Kindern ebenfalls die anderen Stationen des Wassermuseum, wie die Pläne um 1900 zur Errichtung eines Kurbads in Obershausen, die z.T. einmaligen Fossilienfunde und den Naturraum an Lahn und Kallenbach mit den unterschiedlichen Tieren. 

Danach ging es zu Fuß weiter zu Selters Mineralquellen. Dort wurden die Kinder, zusammen mit Sabine und Volker Eckhardt, schon von einer Mitarbeiterin empfangen. Selters Mineralquellen bekommt das Wasser aus zehn verschiedenen Brunnen, aus ca. 100 Metern Tiefe. Es wird in Wasser mit und ohne Kohlensäure weiterverarbeitet. Das Wasser ohne Kohlensäure schmecke eher neutral und das Wasser mit Sprudel eher salzig durch die Mineralien.

Zuerst mussten sich alle Schutzkleidung (Haarhaube und Ohrstöpsel) anziehen. Dann ging es auch schon direkt in die „heiligen Hallen" von Selters. In den Produktionshallen wurde den Kindern an den verschiedenen Stationen gezeigt, wie das Wasser in die Flasche kommt. Es ging vorbei an

  • der „Flaschenwaschmaschine" zum Säubern der benutzen Flaschen
  • der Sortieranlage, in der fehlerhafte Flaschen aussortiert werden
  • der Abfüllanlage, in der die Flaschen mit Wasser befüllt, verschlossen und etikettiert werden
  • sowie der Endkontrolle.

Diese Prozesse durften sich die Kinder sowohl für Glas- als auch für PET-Flaschen ansehen und waren von der Geschwindigkeit der Abfüllung begeistert.

Zusätzlich zu der Wasserabfüllung werden auch Selters-Apfelsaftschorle und Pepsi-Produkte hergestellt. Der Sirup für die Apfelsaftschorle wird ebenfalls in der Fabrik hergestellt und die Pepsi-Produkte wie Pepsi, SchwipSchwap und Limonade entstehen dort aus den Grundstoffen, wie Farbstoffe, Zucker, Süßstoffe, Aromen und ggf. Saft.

Nach der ca. einstündigen Tour durch die Produktion durften sich die Kinder in der Cafeteria, bei Getränken von Selters und einer riesigen Auswahl an Süßigkeiten, Cupcakes, Brownies, Cakepops und vielem mehr, zusammensetzen und noch offene Fragen stellen.

Der Nachmittag hat allen Kindern wirklich viel Spaß gemacht und wir möchten uns recht herzlich bei allen Beteiligten, insbesondere Selters Mineralquelle, Sabine und Volker Eckhardt und Bürgermeister Dr. Frank Schmidt, für den tollen Ausflug, bedanken.